Über uns

Leitbild

Unsere „Vorstellung“ von Volksmusik

Volksmusik mit ihren verschiedenen regionalen Ausprägungen trägt wesentlich zur Identitätsfindung der Bevölkerung in Bayern bei.
Wir verstehen Volksmusik als unser grundlegendes musikalisches Kulturgut, das mehrheitlich aus der Allgemeinheit kommt und für die Allgemeinheit bestimmt ist.
Sie ist einer Dynamik unterworfen, entwickelt sich weiter, verändert sich und steht mit anderen musikalischen Erscheinungen im steten Austausch.

Was wollen wir...

Wir wollen Überliefertes erhalten, es nutzen und in die Zukunft weitertragen und das auf eine Weise, die für möglichst viele Menschen nachvollziehbar und überschaubar bleibt.
Wir wollen, dass Volksmusik als Allgemeingut allen Menschen frei zugänglich bleibt.

Was tun wir...

Wir...
...führen Volksmusikwochen, -wochenenden und -tageskurse, offene Singen, Tanz- und Singleiterseminare und Fortbildungen für Lehrer/innen durch
...organisieren Volksmusik- und Volkstanzveranstaltungen und Musikantenstammtische
...sind Ansprechpartner für alle Fragen aus allen Bereichen der Volksmusik

Wir…
...sammeln, bewahren und erschließen Lieder, Tänze und Instrumentalstücke
...verfügen über eine Sammlung von Handschriften, Drucken, Tonaufnahmen, Videos und Fotos
...führen umfangreiche Bibliotheken zum Thema Volksmusik
...veröffentlichen Lieder- und Notensammlungen, Fachliteratur und Tanzbeschreibungen
...stellen Lied- und Chorblätter kostenlos zur Verfügung

Wir…
...geben als Mitteilungsblatt die Zeitschrift „Volksmusik in Bayern“ heraus
...stellen die Schriftleitung und sind Mitherausgeber der Zeitschrift „Fränkische Volksmusikblätter“

Wir…
...veranstalten zusammen mit anderen Institutionen alle zwei Jahre das „Seminar für Volksmusikforschung und -pflege in Bayern“ und bieten damit ein Forum des Gedankenaustausches zwischen Wissenschaftlern und Volksmusikanten

Wir…
...sind für die Sänger/innen, Musikanten/innen und Tänzer/innen da…

 

Geschichtliches

Volksmusik wird in Bayern nachweisbar seit dem frühen 19. Jahrhundert als wertvolles Kulturgut angesehen. Zunächst gefördert durch die Wittelsbacher, wie König Max II. und Herzog Max in Bayern, dann durch das Interesse der Jugend-, Heimatschutz- und Trachtenbewegung und schließlich durch die Sammeltätigkeit des Kiem Pauli ist die Volksmusikpflege fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Mit maßgeblicher Unterstützung durch die Bayerische Staatsregierung (Bayerischer Musikplan 1978) richtete der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. drei Beratungsstellen für Volksmusik ein. Diese wurden durch die Fortschreibung des Bayerischen Musikplans 1989 um zwei weitere ergänzt, so dass der Landesverein über Beratungs- bzw. Forschungsstellen in München, Mitterfels (Niederbayern und Oberpfalz), Eibelstadt (Mittel- und Unterfranken), Bad Berneck (Oberfranken) und Krumbach (Schwaben) verfügt. Neben dem Freistaat Bayern unterstützen die Bezirke Ober-, Mittel- und Unterfranken, Oberpfalz, Niederbayern und Schwaben diese regional tätigen Beratungs- und Forschungsstellen.
In enger Zusammenarbeit mit fachverwandten Institutionen und Vereinen bietet der Bayerische Landesverein für Heimatpflege somit seit 1964 mit Veröffentlichungen und Lehrgängen ein Forum für alle an der Volksmusik interessierten Menschen.

Die einzelnen Termine finden Sie hier.

Auftrag und Ziele

"Der Staat schützt die natürlichen Lebensgrundlagen und die kulturelle Überlieferung." (Bayerische Verfassung Artikel 3 Satz 2)

Da der Landesverein als privatrechtliche Organisation die Aufgaben der Volksmusikpflege bereits im Vorfeld überzeugend wahrgenommen hatte, wurde ihm im Zuge der Aufnahme der Volksmusik in den Bayerischen Musikplan 1978 dieses Staatsziel nach dem Prinzip der Subsidiarität von Staats wegen übertragen und die musikalische Volkskultur bayernweit zu erforschen, zu pflegen und zu fördern.

Finanziert aus den Mitteln wechselnder Ministerien (aktuell des Bayerischen Staatsministeriums der Finanzen und für Heimat), der bayerischen Bezirke und aus eigenen Mitteln unterhält der Bayerische Landesverein für Heimatpflege e.V. fünf Beratungs- und Forschungsstellen für Volksmusik.

Unsere Beratungs- bzw. Forschungsstellen für Volksmusik

  • sind Forschungs- und Bildungsinstitutionen mit der Aufgabe, überliefertes musikalisches Kulturgut (Lied, Musik und Tanz) zu finden, zu archivieren, zu katalogisieren, für die Gegenwart nutzbar zu machen und zeitgemäß zu veröffentlichen,
  • organisieren Aus- und Fortbildungen,
  • bieten durch überregionale Veranstaltungen eine Plattform für Informationsaustausch,
  • koordinieren gemeinsame Aktionen der bayerischen Volksmusik-Institutionen,
  • vertreten volksmusikalische Belange in der Politik und bei der GEMA,
  • beraten Interessierte zum Thema traditionelle Musik.

Unsere Arbeit ist ein generationenübergreifendes Bildungsangebot, das Menschen für die musikalische Überlieferung öffnet und sie zu eigenem Tun anregt.

Volksmusik und Bildung

"Die Musik aber ist der wichtigste Teil der Erziehung: Rhythmen und Töne dringen am tiefsten in die Seele und erschüttern sie am gewaltigsten." (Plato)

Wissenschaftliche Studien belegen eindeutig die positive Wirkung einer guten musikalischen Bildung. Traditionelle Musik und ihre Vermittlungsmethoden (mündliches Tradieren, Lernen durch Nachahmung etc.) eignen sich in besonderer Weise, Menschen an Musik heranzuführen.

Durch Fortbildungsmaßnahmen ermöglichen wir den Menschen, traditionelle Musik und ihre Vermittlungsformen kennenzulernen und deren Wirkung zu erleben.

  • Fortbildungen für Lehrkräfte aller Schularten, Erzieher/-innen, Kinderpfleger/-innen ...
  • Aus- und Weiterbildung von Multiplikatoren (Ausbilder in Musikvereinen, Leiter von Volksmusikensembles usw.)

Ansprechpartner

Volksmusik

Hier finden Sie alle Ansprechpartner der verschiedenen Standorte unserer Volksmusikberatungs- und -forschungsstellen.

Dr. Elmar Walter
Leiter der Abteilung Volksmusik
Simone Lautenschlager
Abteilung Volksmusik, Verwaltung und Organisation
Brigitte Schäffler
Abteilung Volksmusik, Verwaltung und Organisation
Franz Schötz
Leiter der Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz, Mitterfels
Franz Josef Schramm
Leiter der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Eibelstadt
Carolin Pruy-Popp
Leiterin der Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bad Berneck
Dagmar Held
Leiterin der Forschungsstelle für Volksmusik in Schwaben, Krumbach
Benjamin Schmid
Archiv für Volksmusik, Krumbach

Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bad Berneck

Die Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bad Berneck sieht ihre Tätigkeitsschwerpunkte in den Themenkreisen:

 

Singen - Musizieren - Tanzen - Fortbildungen,

 

unter dem Aspekt der Beratung, Förderung, Vermittlung und Bewahrung oberfränkischer Überlieferungen und Traditionen für alle Altersstufen, generationenübergreifend vom Kleinkind bis zu den Senioren/innen. In der heutigen offenen Gesellschaft findet dabei auch der Blickwinkel „mit der Zeit gehend“, hinsichtlich VolXmusik und den Gedanken zu „Fränkisch-Europäisch“, Einfluss.

 

Offene Singen, Übern Tisch nei spieln, Feierabendwanderungen, Tanztage, Tanzveranstaltungen und Fortbildungen in Kindergärten und Schulen für Kinder und Mitarbeiter/innen pädagogischer Berufe sowie die Planung, Organisation, Durchführung und Abwicklung der Volksmusikintensivwoche in Vierzehnheiligen aber auch die Sichtung und Bewertung "alter" Notenhandschriften zur Archivierung oder ggf. zur Publikation, beschreiben den Arbeitsalltag.

 

Wichtig für die Beratungsstelle für Volksmusik in Bad Berneck ist das fast schon exotisch anmutende Instrument, die Konzertina. Bei sehr erfahrenen Konzertina-Experten können Interessierte das Konzertinaspiel in den Frühjahrs- und Herbstkursen in Bad Berneck bzw. Kleinlosnitz aufgrund der vom Bayerischen Landesverein publizierten Konzertinaschulen erlernen und sich anlässlich des alljährlich stattfindenden Konzertina- und Bandoneonspieler/innentreffens austauschen, das zu einer der wichtigsten Anlaufstellen in ganz Deutschland herangewachsen ist.

 

Die Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Bad Berneck arbeitet mit dem Bezirksheimatpfleger, der Kultur- und Heimatpflege des Bezirkes Oberfranken, der Forschungsstelle für fränkische Volksmusik sowie den Arbeitsgemeinschaften Fränkische Volksmusik und den oberfränkischen Museen zusammen und wird von den Bezirken Ober-, Mittel- und Unterfranken gefördert.

 

Die einzelnen Termine finden Sie ... HIER

 

Kontakt:
Carolin Pruy-Popp
Bahnhofstr. 81
95460 Bad Berneck
Tel. +49 (0)9273 50039-59
Fax. +49 (0)9273 50039-58

Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Eibelstadt

Die Beratungsstelle für Volksmusik in Franken, Regionalstelle Eibelstadt
 
- fördert das heimische Lied, die regionale Volksmusik und den Volkstanz in Franken
- berät Sänger/-innen, Musikanten/Musikantinnen und Tänzer/-innen
- hilft bei der Planung und Organisation von Volksmusik- und Volkstanzveranstaltungen
- organisiert Volksmusikwochen, -wochenenden, Tanzleiter- und Singleiterseminare etc.
- stellt Referenten/Referentinnen und Kursleiter/-innen für offene Singen, Tanzkurse, Lehrerfortbildungen etc.
- führt Feldforschungen durch – Lied- und Tanzaufzeichnungen etc.
- publiziert Lieder- und Notensammlungen
- ist Mitherausgeber und stellt die Redaktion der Fachzeitschrift „Fränkische Volksmusik- Blätter“
 

Die einzelnen Termine finden Sie ... HIER

 
Kontakt:
Franz Josef Schramm
Hauptstr. 49
D-97246 Eibelstadt
Tel. +49 (0)9303 98429-50
Fax +49 (0)9303 98429-52
fj.schramm@heimat-bayern.de

Forschungsstelle für Volksmusik in Schwaben, Krumbach

Die Forschungsstelle für Volksmusik in Schwaben beherbergt ein Archiv, in dem einzigartige und authentische Dokumente unserer überlieferten musikalischen Volkskultur aufbewahrt werden. Die alten Notenbücher der 462 Nachlässe erzählen oft spannende Geschichten und ermöglichen einen Blick auf das reiche musikalische Leben Schwabens im 19. und 20. Jahrhundert. Sie sind oftmals viel mehr als nur bloße Erinnerungshilfe wie man auch an so manch liebevoll gestaltetem Liederbuch sehen kann. Manche sind richtige Schatzkästlein.
Neben den handgeschriebenen und gedruckten Noten liegt eine umfangreiche Sammlung von Tondokumenten vor, die das Leben einzelner Sänger- und Musikantenpersönlichkeiten mit ihrem ganz eigenen Repertoire lebendig werden lässt. Viele Lieder, die früher in den Wirtshäusern, Wohnzimmern und Küchen in Bayerisch-Schwaben zu verschiedensten Gelegenheiten erklungen sind, konnten so noch dokumentiert werden. Sie sind für uns Inspirationsquelle und Auftrag, diese Singkultur weiter zu tragen und lebendig zu halten.

In verschiedenen Veranstaltungen knüpfen wir an diesen Wurzeln wieder an. Wir probieren auch neue Formen und Möglichkeiten aus, um Raum für diese schöne Musik zu schaffen (z.B. der Emmausgang in Violau oder das Liedercafé). Dabei steht für uns immer im Vordergrund, das eigene Singen und Musizieren des Einzelnen zu fördern. Wir geben Impulse und Motivation, das persönliche Lebensumfeld musikalisch zu gestalten.

Die einzelnen Termine finden Sie ... HIER

Kooperationspartner
Beratungsstelle für Volksmusik in Schwaben
Katholische Erziehergemeinschaft KEG, Bezirksverband Schwaben, Augsburg

 
Kontakt:
Dagmar Held, Benjamin Schmid
Altes Rathaus
Marktplatz 1
D-86381 Krumbach
Tel. +49 (0)8282 61862
dagmar.held@heimat-bayern.de
benjamin.schmid@heimat-bayern.de

Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz - Beratung und Forschung, Mitterfels

Die Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz versteht sich als Einrichtung zur Beratung in allen Fragen der Volksmusik sowie zur Sammlung und Dokumentation volksmusikalischer Überlieferung. Die Arbeit der Volksmusikstelle wird durch die Bezirke Niederbayern und Oberpfalz gefördert.

Alte Noten- und Liederbücher sowie einzigartige Tonaufnahmen legen ein leidenschaftliches Zeugnis von Volksmusikklängen ab, die dem alltäglichen und festlich gestalteten Leben der Bevölkerung entwachsen sind.

Die verschiedenen Veranstaltungen wie Tages- und Wochenendkurse, offene Singen oder Tanzkurse verstehen sich als "Hilfe zur Selbsthilfe", denn hier erhalten die Teilnehmenden das Handwerkszeug, selbst musikalisch kreativ tätig zu werden.
Die einzelnen Termine finden Sie ... HIER

Mit der Beteiligung an der Aktion "Musikantenfreundliches Wirtshaus" und beim "drumherum" trägt die Volksmusikstelle dazu bei, dass die Volksmusik unverzichtbares Lebensmittel bleibt.

Mit der Bruder-Straubinger-Redoute oder dem Bayerischen Volkstanzschiff hat die Volksmusikstelle zwei Veranstaltungen initiiert, die in anderen Regionen zu ähnlichen Veranstaltungen geführt haben.

 

Kooperationspartner
Archiv für Volksmusik des Landkreises Straubing-Bogen und der Stadt Straubing
Bayerischer Trachtenverband (Gauverbände Niederbayern, Oberpfalz, Bayerischer Waldgau, Dreiflüssegau)
Bezirk Niederbayern, Kulturreferat
Bezirk Oberpfalz, Kulturverwaltung
bluval – internationales Musikfestival
Katholische Erwachsenenbildung: Regionalstellen Amberg-Sulzbach, Straubing-Bogen
kirwanet
Musikbund von Ober- und Niederbayern
Nordbayerischer Musikbund
Oberpfälzer Volksmusikfreunde
Volksmusikakademie in Bayern
Volksmusikarchiv des Landkreises Passau
Volksmusikverein im Landkreis Regen
Volksmusikverein Landshut
Volkstanzkreis Passau
Volkstumsgruppe Dingolfing

Kontakt:
Volksmusikstelle für Niederbayern und Oberpfalz
Beratung und Forschung
Franz Schötz
Historische Hiensölde
Burgstr. 37
D-94360 Mitterfels
Tel. +49 (0)9961 942-6538
franz.schoetz@heimat-bayern.de

Abteilung Volksmusik, Beratungsstelle für Volksmusik, München

Die Volksmusikberatungsstelle des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. in München ist für Anfragen aus allen Teilen Bayerns zuständig.

Der Schwerpunkt der Beratung liegt jedoch in der Region „Oberbayern". Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind mit den regionalen Besonderheiten Oberbayerns detailliert vertraut.

In den Fortbildungen und Veranstaltungen der Volksmusikberatungsstelle München werden diese regionalen Besonderheiten berücksichtigt und fließen auch bei Veröffentlichungen sowohl im Bereich der Volksmusikforschung als auch der -pflege mit ein. Das Aufgabenspektrum der Beratungsstelle München ist als Ergänzung zum Volksmusikarchiv und zur Volksmusikpflege des Bezirks Oberbayern zu sehen. Sie arbeitet eng mit Institutionen ähnlicher Zielsetzung zusammen und kann auf ein Netz ehrenamtlicher Referenten und Mitarbeiterinnen zurückgreifen, das alle Bereiche der Volksmusik abdeckt.
Allen ehrenamtlichen Mitarbeitern, allen Helfern und Gönnern sei hiermit auf das herzlichste gedankt.

Kontakt:
Elmar Walter, Simone Lautenschlager, Brigitte Schäffler
Ludwigstr. 23, Rgb.
D-80539 München
Tel. +49 (0)89 286629-16
Fax. +49 (089 286629-28
volksmusik@heimat-bayern.de